Eine Wahrlich grandiose Ausstellung im Cube 521
Innerhalb kürzester Zeit, ja, eigentlich unmittelbar nach seiner Eröffnung im November 2007, hat sich das Cube 521 als Mittelpunkt des kulturellen Lebens an der Nordspitze unseres Landes eingependelt. Mit seinem hochwertigen und vielseitigen Programm, das in jeder Großstadt Bestand hätte, begeistert das Kulturhaus auf 521 Meter Höhe sein Publikum, ist regelmäßig ausverkauft. Für die Region ein echter Glücksfall!
Im Höhendorf Marnach treten symphonische Orchester auf, Größen aus der internationalen Theater- und Musikszene beleben die Bühne. Gleichzeitig bietet das Haus auch lokalen Künstlern eine professionelle Plattform. Jetzt aber bekommt die Kulturstätte die große Ehre, dem Publikum von nah und fern die wohl bedeutendste Bilderausstellung zu zeigen, die im Öslinge gezeigt wurde. Als die Organisatoren von „Paysages Ardennais“ mit Jean Fetz an der Spitze an uns herangetreten sind, war unsere Entscheidung sofort gefällt. Das Cube als Vermittler von Ästhetik und Kunst, das Cube als Treffpunkt aller Kulturinteressierten wird die einmalige Ausstellung beherbergen. Wir danken all denen, die Ihren Kunstschätzen eine Reise ins Cube 521 gewährt haben.
Die Landschaften der Ardennen üben seit jeher eine fast magische Anziehung auf die Künstler aus. Ungezählt sind die Skizzen, Zeichnungen, Bilder in Öl oder Acryl, die Aquarelle, all die Werke, die seit jeher die Stille der Natur beleuchten, das wogende Meer der Felder, die Geheimnisse der Täler, die gewaltigen Himmel, deren dunkle Wolken an einigen Tagen wie eine Glocke über uns hängen, an anderen aber den Weg bis in die Unendlichkeit zeichnen. So gleicht diese imposante Ausstellung einem Buch voller Geschichten, sie erzählt vom mitunter harten Leben auf dem Land, veranschaulicht aber auch deren Gemütlichkeit, zeugt von der Nähe zu den wesentlichen Dingen des Lebens. Und öffnet man Augen und Ohren, kann man sehen und hören wie der Wind über die Hügel streicht, und schließt man die Augen nimmt man vielleicht den betörenden Duft des Klatschmohns wahr oder den Geruch des Weizens, den die Sonne goldig erstrahlen lässt. Von schroffen Hängen und Felsen bis zum weiten Hochplateau, von dunklen Wäldern bis zur saftigen Wiese, vom bescheidenen Bauernhaus zur imposanten Kulisse des Kantonalhauptortes der Bogen dieser Sammlung ist weit gespannt. Es gibt auf unserem Globus viele Brennpunkte, die Ardennen gehören mit Sicherheit nicht dazu. Die Ardennen standen vermutlich nur ein einziges Mal im Mittelpunkt des weltweiten Interesses Das war an den Tagen nach dem 16. Dezember 1944, als das letzte Aufgebot eines Reiches, das eigentlich 1000 Jahre alt werden sollte, noch einmal zum Angriff blies, Ja, damals hielt die Welt den Atem an. Ohne Ardennenoffensive wäre die Welt 1945 Vermutlich anders geordnet worden.
Aber seit langem ist der Kanonendonner verhallt. Der Tod, die Verwüstung und das Elend, die wochenlang die Landschaft beherrschten, sind Vergangenheit, aber nicht vergessen. Mag sein, dass in so manchem Bild etwas von dieser Erinnerung mitschwingt. Aber meistens erzählen die Werke von der Größe und Schönheit der Schöpfung. Es sind Hommagen an das, was wohl das kostbarste Ardenner Gut ist: die Natur. Es sind Bezeugungen der Ehrfurcht. So gesehen mag man in „Aspects de l’Art Ardennais“ auch durchaus eine Mission erkennen. Jene eben, diese Natur mit allen Mitteln zu schützen und zu bewahren, für uns und die kommenden Generationen, Die Ausstellung als Mahnwache Kunst als Anwalt unseres Daseins. Und am Ende der Reise durch die beeindruckende Ausstellung wird jeder mit uns einverstanden sein: Diese Ausstellung ist weit mehr als eine Sammlung von unzähligen Bildern, es ist weit mehr als ein Geschenk, weit mehr als ein Schatz. Es ist vermutlich die Schönste Liebeserklärung, die den Ardennen je gemacht Wurde.
Odile Simon, Direktorin des Cube 521
Léon Braconnier, Präsident der ASBL Cube 521

45 €
Commande du livre :
info@lac.lu ou
Letzeburger Artisten Center – L.A.C.
BP 1934
L-1019 Luxembourg
Artistes représentés :
Camille Barthélemy
Jhemp Bastin
Roger Bertemes
Werner Bitzigeio
Geneviève Biwer
Jean-Marie Biwer
Pierre Blanc
André Bosmans
Thomas Brenner
Gérard Claude
Edmond Dauchot
Henri Dillenburg
Auguste Donnay
Pierre Doome
Michel Engels
Roger Gerson
Felix Glatz
Mett Hoffmann
Roby Hoffmann
Alfred Holler
Marie Howet
Theo Jacobi
Dieudonné Jacobs
Théo Kerg
Marie-Josée Kerschen
Will Kesseler
Hilaire Kreins
Pitt Kreuzberg
Joseph Kutter
Jean-Pierre Lamboray
Willy Laros
Julien Lefèvre
Jean Leyder
Patricia Lippert
Gunter Lorenz
Ger Maas
Josy Meyers
Guy Michels
Ota Nalezinek
Moritz Ney
Pit Nicolas
Jean Noerdinger
Walter Ophey
Guido Oppenheim
Joseph Probst
Fritz Quant
Hary Rabinger
Albert Raty
Charly Reinertz
Paul Roettgers
Jean Schaack
Daphné Sermeus
Théophile Steffen
Joseph-Germain Strock
Jean-Pierre « Jhemp » Thilmany
Foni Tissen
Auguste Trémont
Romain Van Wissen
Anton Veit
Fritz von Wille
Sosthène Weis
Johannes Wickert
Mathis Wildanger
Ernest Wurth